Trotz gesichertem Weiterbetrieb kommt es regional zu Engpässen bei der Treibstoffversorgung

Nach der Insolvenz des oberösterreichischen Familienunternehmens Stiglechner sind mittlerweile alle von der Gruppe betriebenen Tankstellen in Österreich wieder geöffnet. Dennoch zeigen sich die Folgen der finanziellen Schieflage weiterhin: An einzelnen Standorten kommt es zu Lieferschwierigkeiten bei Treibstoffen.
Betroffen ist unter anderem eine Tankstelle im Linzer Stadtteil Gründberg. Dort sind die Benzin-Zapfsäulen derzeit außer Betrieb, während Diesel weiterhin erhältlich ist. Vor Ort weisen Hinweisschilder auf die eingeschränkte Versorgungslage hin.
Anfang Dezember meldeten zwei Unternehmen der Stiglechner-Gruppe Insolvenz an. Die Gesamtverbindlichkeiten belaufen sich auf rund 188 Millionen Euro. Österreichweit betreibt das Unternehmen 71 Tankstellen, viele davon unter der Marke bp.
Kurz vor Weihnachten wurde durch Banken eine Zwischenfinanzierung ermöglicht, um den laufenden Betrieb während des Insolvenzverfahrens aufrechtzuerhalten. In der Folge konnten sämtliche Standorte wieder geöffnet werden. Die Treibstoffbelieferung erfolgt jedoch nicht mehr über das bisher konzerninterne Logistikunternehmen, sondern wird nun von externen Partnern übernommen.
Seitens des Unternehmens heißt es, dass es im Zuge der Umstellung vereinzelt zu Lieferverzögerungen kommen könne. Ziel sei es jedoch, an allen Standorten möglichst rasch wieder das vollständige Treibstoffsortiment anbieten zu können.
Wie lange es noch zu Einschränkungen kommen wird, ist derzeit offen. Kundinnen und Kunden werden gebeten, sich bei Bedarf vorab über die Verfügbarkeit an den jeweiligen Standorten zu informieren.
