Verkauf der Stiglechner-Tankstellen hat begonnen
61 Standorte sollen neue Eigentümer erhalten
Im Insolvenzverfahren des Linzer Tankstellenbetreibers Stiglechner beginnt nun der Verkauf der verbliebenen Tankstellen. Insgesamt stehen 61 Standorte zum Verkauf. Nach Angaben des Masseverwalters soll ein Großteil davon bereits innerhalb der kommenden zwei Wochen den Besitzer wechseln.
Die Tankstellen werden sowohl einzeln als auch in größeren Paketen angeboten. Ziel ist es, für die Gläubiger den bestmöglichen Erlös zu erzielen.
Erste Verkäufe bereits abgeschlossen
Der Verkaufsprozess läuft bereits. Bei einer Sitzung des Gläubigerausschusses wurden 13 Tankstellen veräußert. Das größte Verkaufspaket umfasst 18 Standorte.
Nach bisherigen Informationen stammen die Käufer überwiegend aus der österreichischen Tankstellenbranche. Welche Unternehmen den Zuschlag erhalten haben, wurde bislang nicht bekannt gegeben. Für rund ein Drittel der Tankstellen wird derzeit noch nach Interessenten gesucht.

Eine der größten Insolvenzen Oberösterreichs
Die Stiglechner-Gruppe hatte Ende 2025 Insolvenz angemeldet. Das Unternehmen betrieb österreichweit Tankstellen unter den Marken IQ, Shell, Eni und BP.
Im Februar 2026 wurden Forderungen von rund 125 Millionen Euro anerkannt. Damit zählt das Verfahren zu den größten Unternehmensinsolvenzen in Oberösterreich.
Seit Beginn des Insolvenzverfahrens wurden bereits etwa zehn Tankstellen geschlossen.
Gläubiger hoffen auf höhere Quote
Der Masseverwalter geht davon aus, dass durch den Verkauf der Tankstellen eine zweistellige Insolvenzquote erreicht werden kann. Unter günstigen Voraussetzungen könnte diese sogar über 20 Prozent liegen.
Von der Insolvenz sind rund 500 Beschäftigte betroffen.
